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Humboldt-Universität zu Berlin - Abteilung Sportsoziologie

Humboldt-Universität zu Berlin | Institut für Sportwissenschaft | Abteilung Sportsoziologie | Themen | Ehrenamtliches und freiwilliges Engagement im Sport

Ehrenamtliches und freiwilliges Engagement im Sport

Foto: (c) LSB NRW | Andrea Bowinkelmann

Zeit- und Wissensspenden von Menschen, die im öffentlichen Raum gemeinsam tätig werden, sind für die Leistungserstellung im Sport bedeutsam. Die Engagementformen und -formate reichen von der aktiven Mitarbeit in sportbezogenen Initiativen, Projekten und Gruppierungen über die regelmäßige Mitarbeit und die Wahrnehmung von (Ehren-)Ämtern in Sportvereinen bis hin zu verschiedenen Beteiligungsformen etwa in sozialen Netzwerken im Feld des Sports. Vor diesem Hintergrund arbeitet die Abteilung Sportsoziologie über Strukturen, Akteure, Formen des freiwilligen und ehrenamtlichen Engagements im Sport und deren dynamische Veränderungen. 

Problemaufriss

Ehrenamtliches und freiwilliges Engagement bildet eine Form des Arbeitens und Tätigseins in modernen Gesellschaften. Die Formate dieser Zeit- und Wissensspenden im öffentlichen Raum reichen von der Wahrnehmung eines (Ehren-)Amts in einem Sportverein und dem freiwilligen Engagement in Sportgruppen über das Volunteering im Rahmen von Veranstaltungen wie Fußball- oder Leichtathletik-Weltmeisterschaften bis hin zur Beteiligung in sozialen Bewegungen im Umfeld von Sportgroßveranstaltungen oder in sozialen Netzwerken, die sich über soziale Medien in Sportszenen selbstorganisieren. Das Spektrum von Engagementfeldern und -formen in der Sportkultur ist also ausgesprochen vielfältig.

Darüber hinaus haben sich Strukturen und Formen dieses Engagements in den letzten Jahrzehnten verändert. In diesem Kontext sind die vielfältigen Thesen zu einem "Strukturwandel des Ehrenamts" einzuordnen, der mit eingängigen Polarisierungen umschrieben werden: von der dauerhaften Bindung zu zeitlich befristeten und projektorientierten Engagements, von milieugebundener Vereinssozialisation zu „biographischer Passung“, vom selbstlosen Opfer für Andere zum Medium der Selbstfindung, von der Unentgeltlichkeit zur Tätigkeit mit Aufwandsentschädigung oder von der Laientätigkeit zur Professionalisierung.

Vor diesem Hintergrund forscht, lehrt und berät die Abteilung Sportsoziologie zu Fragen des freiwilligen und ehrenamtlichen Engagements im Sport.

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