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Humboldt-Universität zu Berlin - Abteilung Sportpädagogik

Forschungsprofil

Die Forschungsarbeiten der Abteilung Sportpädagogik lassen sich drei Forschungslinien zuordnen:

(1) Theoretische und empirische Arbeiten zur sportbezogenen Sozialisation,
(2) (Evaluations-)Forschung und Beratung im organisierten Sport und in der sportbezogenen
      Jugend(sozial)arbeit und
(3) Methodische Fragen.

 

Forschungslinie 1 - Theoretische und empirische Arbeiten zur Sportbezogenen Sozialisation

Unter der Perspektive einer Sozialisation zum Sport interessieren die Lebensbedingungen, unter denen Sport- und Bewegungskarrieren entwickelt werden, wobei das Interesse zunächst den in der Forschung kaum berücksichtigten Stadt-Land-Disparitäten galt (Baur & Burrmann, 2000; Burrmann, 2005). In neueren Untersuchungen wurden insbesondere kulturelle Einflüsse u.a. im Zusammenspiel mit sozioökonomischen Faktoren und Geschlecht betrachtet (Burrmann et al., 2015, 2017; Burrmann, 2015; Burrmann & Mutz, 2016; Mutz & Burrmann, 2014; Nobis & Albert, 2018). Unter der Perspektive einer Sozialisation im und durch Sport wurde die bedeutsame Frage aufgenommen, inwiefern die Beteiligung an verschiedenen Kontexten des Sports einen Beitrag zur Bewältigung von Entwicklungsaufgaben im Kindes- und Jugendalter leisten kann (Albert, 2017a, 2017b; Burrmann, 2005, 2011). Dabei wurde v.a. die Selbstkonzeptentwicklung erforscht (Burrmann, 2002, 2016).

Im Fokus steht zum einen die Frage, inwieweit bestimmte Handlungsbefähigungsmuster im Schulsport bevorzugt werden, sich also auch der Schulsport, und hier insbesondere der Sportunterricht, an Wert- und Normpräferenzen bildungsnaher Milieus orientiert (Burrmann, 2015; Burrmann & Zander, 2017). Auf der Grundlage der Befunde sollen erste Konsequenzen für die Konstruktion eines Schulsports, der das Leitprinzip der Handlungsbefähigung umsetzt, abgeleitet werden. Zum anderen befassen sich Arbeiten mit der sport(vereins)bezogenen Sozialisation von bestimmten Personengruppen wie z.B. Jugendliche und junge Erwachsende mit Migrationshintergrund (Burrmann, Mutz & Zender, 2015), sozial-benachteiligte Jugendliche (Albert, 2017a, 2017b) oder Leistungssportler*innen (Hoffmann, Sallen, Albert & Richartz, 2010; Richartz, Albert, Sallen & Hoffmann, 2010).

Folgende Forschungsprojekte lassen sich hier einordnen: „Sport- und Freizeitengagements von Jugendlichen in ländlichen Regionen Brandenburgs“ (1998-2000), „Sportbezogene Partizipation von Mädchen“ (2001-2002), „Längsschnittstudie zur sportbezogenen Sozialisation von Jugendlichen“ (2002-2003), „Längsschnittstudie zum Sportengagement von sozial benachteiligten Jugendlichen in Freizeit und Schule“ (2003-2006), „Sportvereinsbezogene Sozialisation von Jugendlichen mit Migrationshintergrund“ (2010-2012), „Sportive Orientierungen und Körperkulturen von jugendlichen Migrantinnen und Migranten im Spannungsfeld von Schule und Lebenswelt“ (2014-2017; gemeinsam mit Michael Meuser und Jörg Thiele, TU Dortmund).

 

Ausgewählte Publikationen:

Albert, K. (2017a). Jugendliche im Hauptschulbildungsgang und ihr Sporttreiben in der Freizeit im Kontext von Zugehörigkeit und Freundschaft. Diskurs Kindheits- und Jugendforschung, 12 (4), 427-438. doi:10.3224/diskurs.v12i4.04

Albert, K. (2017b). Sportengagement sozial benachteiligter Jugendlicher. Eine qualitative Längsschnittstudie in den Bereichen Freizeit und Schule. Wiesbaden: Springer Fachmedien Wiesbaden. doi:10.1007/978-3-658-16849-0

Baur, J. & Burrmann, U. (2009). Motorische Entwicklung in sozialen Kontexten. In J. Baur et al. (Hrsg.), Handbuch Motorische Entwicklung (S. 87-112). Schorndorf: Hofmann.

Baur, J. & Burrmann, U. (2008). Sozialisation zum und durch Sport. In K. Weiß & R. Gugutzer (Hrsg.), Handbuch Sportsoziologie (S. 230-238). Schorndorf: Hofmann.

Baur, J. & Burrmann, U. (2000). Unerforschtes Land: Jugendsport in ländlichen Regionen (Sportentwicklungen in Deutschland, Bd. 14). Aachen: Meyer & Meyer.

Baur, J., Burrmann, U. & Krysmanski, K. (2002). Sportpartizipation von Mädchen und jungen Frauen in ländlichen Regionen. Köln: Sport und Buch Strauß.

Burrmann, U. (2018). Sportbezogene Sozialisation. In A. Güllich & M. Krüger (Hrsg.), Handbuch Sport und Sportwissenschaft, Sektion Sportsoziologie, Sport in Kultur und Gesellschaft. Springer Verlag.

Burrmann, U. (2016). Die Stärkung des Selbstkonzepts durch Sport!? Bewegung und Sport, 70(1), 18-23.

Burrmann, U. (2015). Schülertypen im Sportunterricht der Sekundarstufe I – Perzeptionen des Sportunterrichts und deren Bezug zum außerschulischen Sport. Zeitschrift für Sportpädagogische Forschung, 3(2), 58-80.

Burrmann, U. (2011). Sozialisationswirkungen des außerschulischen Sports am Beispiel des Jugendalters. In M. Krüger & N. Neuber (Hrsg.), Bildungspotenziale im Sport (S. 267-288). Wiesbaden: Verlag für Sozialwissenschaften.

Burrmann, U. (Hrsg.). (2005). Sport im Kontext von Freizeitengagements Jugendlicher. Aus dem Brandenburgischen Längsschnitt 1998-2002. Köln: Sport und Buch Strauß.

Burrmann, U. & Mutz, M. (2016). Selbstberichtete Angst im Sportunterricht: Eine Analyse unter besonderer Berücksichtigung des Geschlechts und der ethnischen Herkunft. Leipziger sportwissenschaftliche Beiträge, 57(1), 95-119.

Burrmann, U., Mutz, M. & Zender, U. (Hrsg.). (2015). Jugend, Migration und Sport – Kulturelle Unterschiede und die Sozialisation zum Vereinssport. Wiesbaden: VS.

Burrmann, U., Brandmann, K., Mutz, M. & Zender, U. (2017). Ethnic identities, sense of belonging and the significance of sport: stories from immigrant youth in Germany. European Journal for Sport and Society, 14(3), 186-204.

Burrmann, U., Seyda, M., Heim, R. & Konowalczyk, S. (2016). Individualisierungstendenzen im Sport von Heranwachsenden – revisited. Sport und Gesellschaft, 13(2), 113-143.

Burrmann, U. & Zander, B. (2017). Unterschiede im Sportunterricht zwischen Gymnasien und Hauptschulen. sportunterricht, 66(12), 361-365.

Hemming, K., Albert, K. & Hofherr, S. (2020). Organisierte sportliche Aktivität und berufliche Zielorientierung von Hauptschüler*innen am Übergang von der Schule in die berufliche Ausbildung. sportunterricht, 69(6), 250-255. doi:10.30426/SU-2020-06-2

Hoffmann, K., Sallen, J., Albert, K. & Richartz, A. (2010). Zeitaufwendungen von Spitzensportlern in Leistungssport- und Bildungs-/Berufskarriere: Eine empirische Studie zum Zusammenhang mit subjektivem Belastungserleben. Leipziger Sportwissenschaftliche Beiträge, 51(2), 75-93.

Mutz, M. & Burrmann, U. (2014). Sind Mädchen im koedukativen Sportunterricht benachteiligt? Neue Befunde zu einer alten Debatte. Sportwissenschaft,44, 171-181.

Nobis, T. & Albert, K. (2018). Kinder- und Jugendsport in einer geschichteten Gesellschaft? Aufarbeitung und Diskussion des aktuellen Forschungsstandes in Deutschland. Sport und Gesellschaft, 15(1), 63-92.

Richartz, A., Albert, K., Sallen, J. & Hoffmann, K. (2010). Chronische Belastungen und persönliche Ziele in Leistungssport- und Bildungskarriere. In Bundesinstitut für Sportwissenschaft (Hrsg.), BISp-Jahrbuch Forschungsförderung 2009/10 (S. 307-313). Bonn: Statistisches Bundesamt.

 

Forschungslinie 2 - (Evaluations-)Forschung und Beratung im organisierten Sport und in der sportbezogenen Jugend(sozial)arbeit

Hier lassen sich zum einen Forschungsaktivitäten zu Fragen der Schulsportentwicklung einordnen. Mitgewirkt wurde u.a. an der Auswertung des Projekts zur Täglichen Sportstunde in NRW (v.a. Lehrer*innenperspektive; Burrmann, 2011) und an der Konzipierung, Durchführung und Auswertung der Befragung zum Schulsport in Dortmund, in der es u.a. um Veränderungen des Schulsports im Kontext von Inklusion, G8 und Ganztag ging (Burrmann et al., 2012; Thiele & Burrmann, 2014). Mit Letzterem befassten sich auch ein Projekt zur Evaluation sportlicher Ganztagsschulangebote in Hamburg (2009-2010) und eine Evaluation der Einführung einer neuen Netzwerkfigur zur Entwicklung und Erprobung bildungsorientierter Sportangebote im Ganztag in NRW (2015). Seit 2013 wird in einer Leverkusener Gesamtschule die Einführung einer Themenklasse Sport evaluiert. Neben Lehrkräften und Eltern werden die Schülerinnen und Schüler im Längsschnitt befragt, so dass inzwischen Daten von 5 Kohorten (und bis zu 5 Messzeitpunkten) vorliegen (Burrmann et al., 2014).

Im Fokus aktueller und geplanter Arbeiten stehen Fragen zum Einfluss interpersoneller Peerbeziehungen im Sportunterricht (laufendes Dissertationsvorhaben von Jennifer Schmitz) und zum freiwilligen Engagement in peripher-ländlichen Räumen (geplantes Dissertationsvorhaben von Kathrin Fahn).

In diese Forschungslinie lassen sich zum zweiten die (Evaluations-)Studien zu den Integrationsleistungen von Sportvereinen einordnen. Zu nennen sind hier die mit Kolleg*innen gemeinsam durchgeführten Evaluationen des „DOSB-Programms: Integration durch Sport (IdS)“  (2007-2009, 2013) bzw. der dsj Projekte „Orientierung durch Sport (OdS)“ (2016-2017) oder „Integration von Jugendlichen mit Migrationshintergrund in Sport und Gesellschaft“ (2008-2009). Es wurde u.a. der Frage nachgegangen, welche sozialen, bildungs- und wertebezogenen Integrationseffekte mit unterschiedlichen Sportengagements einhergehen (Baur et al., 2009; Burrmann et al., 2013; Burrmann et al., 2017; Burrmann & Konowalczyk, 2020). Zudem wurden in Zusammenarbeit mit vier Kolleginnen (Gieß-Stüber, Radtke, Rulofs, Tiemann) Begriffe geschärft und der bisherige Forschungsstand zu den Themen Integration, Inklusion, Diversität und interkulturelle Bildung aufgearbeitet und Empfehlungen für den DOSB/der dsj abgeleitet (Gieß-Stüber et al., 2013).

Derzeit werden Daten eines gemeinsamen Forschungsvorhaben der Arbeitsgruppen von Ulrike Burrmann, Sebastian Braun (HU Berlin) und Michael Mutz (Uni Gießen) ausgewertet. Die OSSKAR-Studie untersucht mit Hilfe eines bundesweit repräsentativen Bevölkerungssurveys, inwieweit Vereine und insbesondere auch Sportvereine als die quantitativ bedeutsamste Organisationsform zivilgesellschaftlicher Vergemeinschaftung in Deutschland zur (Re)Produktion von „Sozialkapital“ beitragen können (Burrmann, Braun & Mutz, 2019, 2020). Ab Herbst 2020 startet gemeinsam mit der Abteilung Sportsoziologie (Sebastian Braun, HU Berlin) die Sonderauswertung zum Freiwilligensurvey Sport (gefördert vom BISp).

 

Ausgewählte Publikationen:

Baur, J.  et. al. (2009). (Hrsg.). Evaluation des Programms „Integration durch Sport. Band 1 und 2. Zugriff unter: http://www.integration-durch-sport.de/fileadmin/fm-dsb/arbeitsfelder/ids/files/downloads_pdf/downloads_2009/Gesamtbericht_Band_1.pdf

Burrmann, U. (2019). Sportvereine als Orte lokaler Zugehörigkeit für Jugendliche mit Migrationshintergrund. Recht der Jugend und des Bildungswesens, 67(4), 331-343.

Burrmann, U. (2017). Integration von geflüchteten Heranwachsenden im und durch (Schul-)Sport?! sportunterricht, 66(6), 163-168.

Burrmann, U. (2014). Integration von Menschen mit Migrationshintergrund in den organisierten Sport. In C. Siegel & D. Kuhlmann (Hrsg.), Band 2: Sport gestaltet Gesellschaft (S. 83-94). Hamburg: Czwalina.

Burrmann, U. (2011). Akteursebene II: Lehrerinnen und Lehrer - Befragung. In J. Thiele & M. Seyda (Hrsg.), Tägliche Sportstunde an Grundschulen in NRW (S. 98-131). Aachen: Meyer & Meyer.

Burrmann, U., Braun, S. & Mutz, M. (2019). Playing together or bowling alone? Social capital-related attitudes of sports club members and non-members in Germany in 2001 and 2018. European Journal for Sport and Society, 16(2), 164-186. DOI:10.1080/16138171.2019.1620412. Link zum Downloaden: https://www.tandfonline.com/eprint/4cBdnPjADgJbKmCS5fUt/full?target=10.1080/16138171.2019.1620412   

Burrmann, U., Braun, S. & Mutz, M. (2020). In whom do we trust? The level and radius of social trust among sport club members. International Review for the Sociology of Sport, 55(4), 416-436.

Burrmann, U. & Konowalczyk, S. (2020, in Vorb.). Werte und Wertebildung im Sport. In C. Breuer et al. (Hrsg.), Vierter Deutscher Kinder- und Jugendsportbericht. Schorndorf: Hofmann.

Burrmann, U., Michelini, E., Brandmann, K., Neuber, N. & Quade, S. (2017). Abschlussbericht zur wissenschaftlichen Begleitung der dsj-Projekte „Orientierung durch Sport“ (OdS 1 und 2), TU Dortmund und WWU Münster. Zugriff unter: https://www.dsj.de/fileadmin/user_upload/Bericht_Wissenschafltiche_Begleitung.pdf.  

Burrmann, U. & Mutz, M. (2017, paperback). Sport participation of Muslim youth in Germany. In A. Testa & M. Amara (Eds.), Sport in Islam and in Muslim Communities (pp. 33-49). London: Routledge.

Burrmann, U., Rübner, A., Braun, S., Nobis, T., Langner, R., Mutz, M., Marquez Lopez, A. & Rickert, M. (2014). Ziele, Konzepte und Wirkungen sportbezogener Integrationsarbeit aus Sicht der Funktionsträger/-innen des DOSB-Programms „Integration durch Sport“. Evaluationsbericht, TU Dortmund, HU Berlin und Georg-August-Universität Göttingen. Zugriff unter:  http://www.integration-durch-sport.de/fileadmin/fm-dosb/arbeitsfelder/ids/files/downloads_pdf/downloads_2014/Evaluation_Programm_Integration_durch_Sport_2013.pdf  

Burrmann, U. & Zander, B. (2017). Unterschiede im Sportunterricht zwischen Gymnasien und Hauptschulen. sportunterricht, 66(12), 361-365.

Mutz, M. & Burrmann, U. (2015). Integration. In W. Schmidt, N. Neuber, T. Rauschenbach, H.-P. Brandl-Bredenbeck, J. Süßenbach & C. Breuer (Hrsg.), Dritter Deutscher Kinder- und Jugendsportbericht. Kinder- und Jugendsport im Umbruch (S. 255-271). Schorndorf: Hofmann.

Burrmann, U., Thiele, J., Bräutigam, M., Serwe-Pandrick, E., Seyda, B. & Zander. B. (2012). Schulsport in Dortmund (SchiDo 2). Ergebnisse der Befragung an Dortmunder Schulen. Unveröffentlichter Abschlussbericht, TU Dortmund.

Burrmann, U., Thiele, J. & Heester, B. (2014). Zwischenbericht zur Evaluation der Themenklasse „Sport“ an der Gesamtschule Leverkusen-Schlebusch. Unveröffentlichter Abschlussbericht, TU Dortmund.

Gieß-Stüber, P., Burrmann, U., Radtke, S., Rulofs, B. & Tiemann, H. (2014). Expertise „Diversität, Inklusion, Integration und Interkulturalität – Leitbegriffe der Politik, sportwissenschaftliche Diskurse und Empfehlung für den DOSB/ dsj“. Frankfurt am Main: DOSB.

Thiele, J. & Burrmann, U. (2014). Regionale Schulsportforschung – Möglichkeiten und Begrenzungen eines Untersuchungsansatzes am Beispiel der Stadt Dortmund. Zeitschrift für Sportpädagogische Forschung, 2, 41-62.

 

Forschungslinie 3 - Methodische Fragen

Empirisches Arbeiten setzt voraus, dass man sich kritisch mit den zugrunde liegenden Methoden und Untersuchungsinstrumenten auseinandersetzt. Dies erfolgte u.a. im Projekt „Zum Sportverständnis von Jugendlichen“ (2004-2006). In einer qualitativ angelegten Untersuchung wurde analysiert, was in Jugendsportsurveys gemessen wird, wenn Jugendliche beispielsweise zur Häufigkeit von Sportaktivitäten, zur Teilnahme an verschiedenen Sportkontexten oder zur Beteiligung am Wettkampfsport befragt werden (Burrmann, 2007). Da die letzten repräsentativen Daten über die Sportengagements von Heranwachsenden einige Jahre zurückliegen und Gelder für aufwändige Panelstudien knapper werden, liefen in Zusammenarbeit mit Rüdiger Heim (Uni Heidelberg) sowie dem Deutschen Jugendinstitut Vorstudien, um verschiedene Zugänge zur Stichprobe sowie Stärken und Schwächen von Online-Erhebungen im Vergleich zu anderen (z.B. Telefonbefragung) zu prüfen (Heim et al., 2016).

Theoretische und methodische Fragen wurden und werden auch im Hinblick auf die Versportungs- vs. Bewegungsmangelthese oder zur adäquaten Erfassung von Sportaktivitäten (Burrmann & Mutz, 2017) erörtert. Arbeiten von Katrin Albert setzen sich v.a. mit methodischen Fragen und Herausforderungen qualitativer Forschungsansätze in der Sportwissenschaft auseinander (Albert & Hoffmann, 2009).

 

Ausgewählte Publikationen:

Albert, K. & Hoffmann, K. (2009). Einführung in den Themenschwerpunkt: "Qualitative Forschungsansätze in sozial- und bewegungswissenschaftlichen Teildisziplinen der Sportwissenschaft". Leipziger Sportwissenschaftliche Beiträge, 50(1), 9-12.

Burrmann, U. (Hrsg.). (2007). Zum Sportverständnis von Jugendlichen – Was erfassen schriftliche Jugendsporterhebungen? Köln: Sportverlag Strauß.

Burrmann, U. & Mutz, M. (2017). Sport- und Bewegungsaktivitäten von Jugendlichen in Deutschland. Ein aktueller Überblick im Spannungsfeld von „Versportung“ und „Bewegungsmangel“. Diskurs Kindheits- und Jugendforschung, 12(4), 385-401. https://doi.org/10.3224/diskurs.v12i4.01.

Burrmann, U., Stucke, C. & Streso, J. (2007). Fitnessmängel aufgrund von Mess-Artefakten? Sportwissenschaft, 37, 312-321.

Gramespacher, E., Albert, K., Hunger, I., & Lüsebrink, I. (2009). Forschungswerkstätten - Basis für qualitative Forschung. Leipziger Sportwissenschaftliche Beiträge, 50(1), 98-119.

Heim, R., Konowalczyk, S., Grgic, M., Seyda, M., Burrmann, U. & Rauschenbach, T. (2016). Geht’s auch mit der Maus? – Eine Methodenstudie zu Online-Befragungen in der Jugendforschung. Zeitschrift für Erziehungswissenschaft. doi:10.1007/s11618-016-0685-3.

Schmitz, J. & Burrmann, U. (2020). Zur Bedeutung von Peerbeziehungen in der Schulklasse für das Wohlbefinden und die Partizipation im Sportunterricht. sportunterricht, 69(6), 244-249.