Direkt zum InhaltDirekt zur SucheDirekt zur Navigation
▼ Zielgruppen ▼

Humboldt-Universität zu Berlin - Abteilung Sportsoziologie

Humboldt-Universität zu Berlin | Institut für Sportwissenschaft | Abteilung Sportsoziologie | Projekte | Alle Projekte | Kompetenzentwicklung zum und durch Bürgerengagement von Jugendlichen im Sport - Eine wissenschaftliche Evaluation der Gruppenhelfer III-Ausbildung der Sportjugend NRW im LandesSportBund Nordrhein-Westfalen

Kompetenzentwicklung zum und durch Bürgerengagement von Jugendlichen im Sport - Eine wissenschaftliche Evaluation der Gruppenhelfer III-Ausbildung der Sportjugend NRW im LandesSportBund Nordrhein-Westfalen

Projektbeschreibung

Die Sportjugend NRW im Landessportbund Nordrhein-Westfalen führt seit 1998 das Projekt GH III Ausbildung durch. Dieses Projekt, das sich an ca. 15- bis 17jährige Jugendliche richtet, die bereits die GH I und II Ausbildungen erfolgreich abgeschlossen haben, soll die Jugendlichen für anspruchsvollere Aufgaben und Funktionen im Sinne eines bürgerschaftlichen Engagements in ihren Vereinen qualifizieren. Konkret werden in den Projektpapieren die Ziele „Managementaufgaben in der Vereinsjugend“ und „Interessenvertretung von Kindern und Jugendlichen im Sportverein“ genannt. Die Ausbildungsangebote der GH III Ausbildung werden entweder zentral (ca. drei pro Jahr) organisiert oder durch die Stadt- und Kreissportbünde in NRW (ca. sechs bis acht pro Jahr) und Fachverbandsjugenden durchgeführt.

Vor diesem Hintergrund besteht das leitende Ziel der wissenschaftlichen Evaluationsstudie darin, den Erfolg, die Wirkungsweise und Optimierungsmöglichkeiten der GH III Ausbildung systematisch empirisch zu analysieren. Darüber hinaus liefern die Ergebnisse empirisch fundierte Argumente zur verbandspolitischen Legitimation dieser spezifischen Qualifizierungsmaßnahme von Jugendlichen im Kontext des Fort- und Weiterbildungsprogramms des Landessportbundes.

Zwei Schwerpunkte werden im Rahmen der Evaluationsstudie gesetzt, die sich mit den Begriffen individuelle „Kompetenzentwicklung zum bürgerschaftlichen Engagement“ und „Bildung durch bürgerschaftliches Engagement“ bezeichnen lassen:

  1. Unter der Perspektive einer individuellen Kompetenzentwicklung zum bürgerschaftlichen Engagement wird untersucht, ob, inwieweit, in welcher Weise und mit welchen Wirkungen die Jugendlichen durch die GH III Ausbildung befähigt wurden, erweiterte Managementaufgaben in der Vereinsjugend zu übernehmen, als Interessenvertreter von Kindern und Jugendlichen in ihren Sportvereinen zu fungieren und/oder andere Funktionen und Aufgaben in Strukturen des vereins- und verbandsorganisierten Sports kompetent wahrzunehmen.
  2. Unter der Perspektive einer individuellen Bildung durch bürgerschaftliches Engagement wird die „Transferannahme“ analysiert, ob, inwieweit, in welcher Weise und mit welchen Wirkungen die Jugendlichen im Kontext der GH III Ausbildung und insbesondere im Rahmen ihres vereinsspezifischen bürgerschaftlichen Engagements Fähigkeiten und Kompetenzen (weiter)entwickelt haben, die dazu beitragen, dass die Jugendlichen auch außerhalb des Sportvereins in anderen sozialen Handlungskontexten wie z.B. der Schule, Ausbildung, Familie oder Peer Groups sinnhafter, verständiger und somit erfolgreicher handeln können.

Weitere Projektdaten

Projektteam: Prof. Dr. Sebastian Braun (Projektleiter), Marc Kukuk, Marcel Pillath, Marco Rühmann

Laufzeit: 05/2007 bis 12/2007

Mittelgeber: Sportjugend NRW im LandesSportBund NRW

Links: LandesSportBund NRW