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Humboldt-Universität zu Berlin - Abteilung Sportsoziologie

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Evaluation der Qualifizierungsmaßnahme „Sport interkulturell“ des Deutschen Olympischen Sportbundes (DOSB) für das Jahr 2012

Projektbeschreibung

In dem Maße, in dem das Gelingen von Integration als eine zentrale Aufgabe von „Migrationsgesellschaften“ angesehen wird, werden auch Erwartungen an zivilgesellschaftliche Akteure wie die Sportverbände und -vereine für „gelingende Integrationsprozesse“ in modernen Gesellschaften herangetragen. Immer häufiger wird in diesem Zusammenhang konstatiert, dass sich auch der vereins- und verbandsorganisierte Sport mit veränderten Bevölkerungsstrukturen auseinandersetzen, auf demografische Entwicklungen reagieren und als Integrationsakteur aktiv werden solle.

In diesem Kontext hat sich der Deutsche Olympische Sportbund (DOSB) in den letzten Jahren sukzessive von traditionellen Positionierungen verabschiedet, denen das funktionale Integrationsverständnis zugrunde liegt, das Sport „gelebte Integration“ sei und insofern keiner weitergehenden institutionellen und pädagogischen Arrangements bedürfe. An die Stelle dieses lange Zeit dominierenden Integrationsverständnisses ist ein intentionales Verständnis von Integration getreten, wonach die Integrationspotenziale des Sports und speziell der Sportvereine durch gezielte Maßnahmen und Programme zu aktivieren seien. Dieses intentionale Verständnis bildet auch den Hintergrund für verschiedene Integrationsmaßnahmen und -programme des DOSB, zu denen insbesondere das Programm „Integration durch Sport“ (im Folgenden: IdS-Programm) zu zählen ist.

In diesen Kontext lässt sich auch die Qualifizierungsmaßnahme „Sport interkulturell“ einordnen, die seit 2004 integraler Bestandteil des IdS-Programms ist. Sie soll Übungsleiterinnen und -leitern, Starthelferinnen und -helfern wie auch Funktionsträgerinnen und  -trägern in Vereinen für interkulturelle Fragen sensibilisieren, interkulturelles Lernen forcieren und Handlungskompetenzen zur Förderung sozialer Interaktionen stärken. Vor diesem Hintergrund baut die Qualifizierungsmaßnahme „Sport interkulturell“ auf drei Säulen didaktischer Lehr- und Lernarrangements auf: (1) Prozess- und Teilnehmendenorientierung, (2) Erfahrungslernen und (3) interkulturelles Lernen.

Seit 2006 wird jährlich eine Evaluation der Seminare durchgeführt, um den Erfolg mit Blick auf die leitenden Zielstellungen, die Seminarkonzeption und die Nachhaltigkeit der Maßnahmen zu evaluieren. Zu diesem Zweck werden die Teilnehmenden im Anschluss an die jeweiligen Seminare gebeten, einen Kurzfragebogen auszufüllen, der Fragen nach der inhaltlichen und methodischen Qualität als auch zur Struktur der Veranstaltungen enthält. Darüber hinaus sollen die Teilnehmenden Angaben zu Ihrer Person machen. Vor diesem Hintergrund werden in der Studie die durchgeführten Qualifizierungsmaßnahmen des Jahres 2012 evaluiert. Datengrundlage bilden insgesamt 394 Fragebögen, die die Teilnehmenden im Anschluss an die durchgeführten Seminare in 13 Bundesländern ausgefüllt haben.

Weitere Projektdaten

Projektteam: Prof. Dr. Sebastian Braun (Projektleiter)

Laufzeit: 07/2013 bis 12/2013

Mittelgeber: Deutscher Olympischer Sportbund (DOSB) / Integration durch Sport (IdS)