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Humboldt-Universität zu Berlin - dvs-Hochschultag 2019

Podiumsdiskussion

"Die Zukunft des Sports -
zwischen maroden Schulsporthallen & Olympischen Spielen" 

Freitag, 20. September 2019
14:00-15:00 Uhr - Fritz-Reuter-Saal
Dorotheenstr. 24, 10117 Berlin

 

Diskutant*innen:

Andreas Geisel
Innen- und Sportsenator Berlin

Veronika Rücker
Vorstandsvorsitzende des Deutschen Olympischen Sportbunds

Nicole Ludwig
Sportpolitische Sprecherin der Grünen im Berliner Abgeordnetenhaus

Robert Harting
ehemalige Spitzensportler und Olympiasieger im Diskuswerfen

Moderation: Friedhard Teuffel
Direktor des Landessportbunds Berlin

 

Der Sport in Deutschland befindet sich gerade an einem Orientierungspunkt. Die letzte gescheiterte Olympiabewerbung liegt nun schon etwas zurück, die nächste ist noch nicht in Sicht, auch wenn manche Eventprofis und Funktionäre gerne schon mal ein olympisches Flämmchen entzünden würden. Es könnte also ein guter Zeitpunkt sein für eine unaufgeregte, wenn auch nicht unemotionale Debatte. Wie soll sich der Sport in Deutschland weiterentwickeln? Und vor allem: welcher Sport eigentlich?

Ein gesellschaftlicher Megatrend ist die Gesundheit. Hier ist der organisierte Sport in den Vereinen mit seinen Präventions- und Rehabilitationsangeboten schon jetzt Anbieter Nr. 1. Einiges spricht dafür, dass er diese Position noch weiter ausbauen könnte, wenn die Gesundheitspolitik den Wert von Bewegung noch mehr erkennt und der organisierte Sport dafür die personellen Kapazitäten aufbringt.

Gleichzeitig werden jedoch gerade in Metropolen die Flächen knapp. Ein Kampf um Räume hat begonnen, in dem der Sport sich behaupten muss. Der Verteilungskampf droht selbst innerhalb des Sports zu spalten, wenn auf einmal die Forderung auftaucht, Sporthallen könnten doch auf Sportplätzen gebaut werden. Und noch immer ist der Sanierungsstau für öffentliche Sportanlagen immens. Andere gesellschaftliche Akteure erheben inzwischen ebenfalls Anspruch auf Nutzung von Sporthallen. Der Sport wiederum will neue Felder für sich erobern und unternimmt dies etwa mit Parksportangeboten.

Welche Rolle spielt da nun die Spitze des Sports? Wie eng ist die Bindung noch zwischen dem Schul-, Breiten- und Freizeitsport und dem Hochleistungssport? Schließen sich die Sanierung von Schulsporthallen und eine Olympiabewerbung gegenseitig aus wie gerne argumentiert wird? Oder können Großsportereignisse auch Motor für Stadtentwicklung und nachhaltige gesellschaftliche Gewinne sein?

Die meisten dieser Fragen lassen sich auf jeden Fall am Beispiel Berlins diskutieren. Möglicherweise könnte ein Brückenschlag zwischen Breite und Spitze, zwischen Sport im öffentlichen und im sportspezifischen Raum ausgerechnet auf einem Gelände gelingen, das vor allem mit Höchstleistungen in Verbindung gebracht wird – dem Berliner Olympiapark.

Diese Punkte und Fragen erörtern bei der Podiumsdiskussion Berlins Innen- und Sportsenator Andreas Geisel, die Vorstandsvorsitzende des Deutschen Olympischen Sportbunds, Veronika Rücker, die sportpolitische Sprecherin der Grünen im Berliner Abgeordnetenhaus, Nicole Ludwig und der ehemalige Spitzensportler und Olympiasieger im Diskuswerfen Robert Harting. Die Moderation übernimmt der Direktor des Landessportbunds Berlin, Friedhard Teuffel.